Venenoperation

Venenoperation

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Aus Erfahrung wissen wir, dass dem Entschluss zu einer Venenoperation meist ein langer Prozess der Entscheidungsfindung vorausgeht. Wir möchten Sie mit dieser Information zum einen über Ablauf, Möglichkeiten und Risiken der Operation aufklären und Ihnen zum anderen eine Hilfestellung bieten, um Sie bei Ihrer Entscheidung optimal zu begleiten. Es ersetzt selbstverständlich kein umfassendes persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt, der auf Ihre spezifischen Fragen gerne eingehen wird.

Wann ist eine Venenoperation sinnvoll?
Wie wird eine Venenoperation durchgeführt?
Was muss ich vor der Venenoperation beachten (präoperative Phase)?
Was muss ich nach der Venenoperation beachten (postoperative Phase)?
Welche Risiken sind bei einer Venenoperation möglich?
Mit welchem Endergebnis kann ich nach einer Venenoperation rechnen und wie sind meine Erfolgsaussichten?
 

Wann ist eine Venenoperation sinnvoll?

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Leiden, rund 50 Prozent aller Erwachsenen sind betroffen. Krampfadern der Beine (Varizen) entstehen durch Erweiterung oberflächlicher Beinvenen. Sie stellen nicht nur ein kosmetisches Problem dar, sondern können auch Beschwerden hervorrufen. Oft fühlen sich die Beine schwer an, es kann zu nächtlichen Wadenkrämpfen, Hautverfärbungen, juckenden oder brennenden Schwellungen und zu wiederholten Venenentzündungen kommen. Das Risiko einer Thrombose ist bei Krampfadern erhöht. Nach Jahren kann ein schmerzhaftes Geschwür am Unterschenkel („offenes Bein“) entstehen. Ursache der Varizen ist meist eine anlagebedingte Bindegewebsschwäche.


Wie wird eine Venenoperation durchgeführt?

Die richtige Auswahl der dem jeweiligen Krampfaderntyp entsprechenden Behandlungsmethode ist für den Erfolg der Therapie entscheidend. Varizenoperationen werden am besten durch einen auf diesem Gebiet erfahrenen Gefäßchirurgen durchgeführt. Je nach Art und Ausdehnung der Krampfadern kommen unterschiedliche Operationsverfahren in Betracht:

  • SKLEROSIERUNG, LASERBEHANDLUNG TRANSKUTAN: Diese Methoden eignen sich besonders für kosmetisch störende Besenreiser und retikuläre Varizen.
     
  • STRIPPING-OPERATION: Die erkrankten Stammvenen werden mit einer Sonde ganz oder teilweise entfernt. Die Funktion übernehmen die verbleibenden Hautvenen und die tiefen Beinvenen.
  • UNTERBINDUNG DER PERFORANSVENEN UND MIKROPHLEBEKTOMIE: Sind die Klappen der Venen, die die oberflächlichen Hautvenen und die tiefen Beinvenen verbinden, undicht, so werden diese über kleine Hautschnitte an den betroffenen Abschnitten unterbunden oder entfernt.
     
  • RADIOWELLENCHIRURGIE (CLOSURE-VERFAHREN) UND ENDOLUMINALE LASERBEHANDLUNG (ELVES): Als Alternative zum Stripping wird über einen in die zu entfernende Krampfader eingeführten Katheter eine Hitzewirkung durch Radiowellen oder Laserlicht an der Venenwand erzeugt. Als Folge schrumpft das Bindegewebe der Gefäßwand und die Vene verschließt sich. Anschließend sollte für 14 Tage ein Kompressionsstrumpf getragen werden (4 bis 6 Wochen bei Stripping-Operation).

Narkoseform. Je nach Art des Operationsverfahrens wird der Eingriff in örtlicher Betäubung, Spinalanästhesie oder in Vollnarkose durchgeführt.


Was muss ich vor der Venenoperation beachten (präoperative Phase)?

Neben der genauen klinischen Untersuchung erfolgt die Abklärung der Krampfadern durch die Farbduplex-Ultraschalluntersuchung oder durch ein Venenröntgen. Die Kenntnis der funktionellen Störungen im Venensystem ermöglicht die Erstellung eines stadiengerechten Therapiekonzeptes. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Operationsverfahren werden Ihnen im Aufklärungsgespräch dargelegt und das für Sie am besten geeignete Verfahren wird ausgewählt.

Allgemeine Maßnahmen und die notwendigen Voruntersuchungen werden im Merkblatt für Operationen für Sie persönlich zusammengestellt und beschrieben. Dieses erhalten Sie bei Ihrem Beratungsgespräch.


Was muss ich nach der Venenoperation beachten (postoperative Phase)?

Um Blutergüsse und Schwellungen des Beines nach der Operation zu vermeiden, wird bereits im Operationssaal ein Kompressionsstrumpf angelegt. Sie können wenige Stunden nach der Operation aufstehen. Regelmäßige Bewegung und Gehen sind erwünscht. Schwellungen und blaue Flecken können ebenso auftreten wie ein Spannungs- oder Taubheitsgefühl – diese Veränderungen klingen in der Regel nach wenigen Tagen ab. Eine Heparinsalbe beschleunigt die Auflösung von Blutergüssen. Die Nähte werden nach einer Woche entfernt. Sonnenbäder, Solarium und Bräunungscreme müssen bis zur vollkommenen Abheilung vermieden werden.


Welche Risiken sind bei einer Venenoperation möglich?

Kein Eingriff ohne Risiko. Zu den allgemeinen Risiken von Operationen zählt die Möglichkeit einer Nachblutung, Thrombose oder Infektion. Als vorbeugende Maßnahme gegen eine Thrombose kann ein gerinnungshemmendes Mittel (Heparin-Injektion) verabreicht werden. In seltenen Fällen kann es zu Wundheilungsstörungen kommen.


Mit welchem Endergebnis kann ich nach einer Venenoperation rechnen und wie sind meine Erfolgsaussichten?

Funktionelle und kosmetische Verbesserung. Durch eine Venenoperation werden, je nach Art und Ausprägung der Krampfadern, betroffene Venen entfernt oder verödet. Die Funktion des Blutflusses wird von anderen Venen übernommen. Die betroffenen Venen werden dauerhaft entfernt, da sie nicht mehr nachwachsen können.

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