Schamlippenkorrektur

Schamlippenkorrektur

Sehr geehrte Patientin!

Aus Erfahrung wissen wir, dass dem Entschluss zu einer Schamlippenkorrektur meist ein langer Prozess der Entscheidungsfindung vorausgeht. Wir möchten Sie mit dieser Information zum einen über Ablauf, Möglichkeiten und Risiken der Operation informieren und Ihnen zum anderen eine Hilfestellung bieten, um Sie bei Ihrer Entscheidung optimal zu begleiten.

Hinweis: Bevor Sie sich für einen Eingriff entscheiden, ist ein weiterer Termin mit einer detaillierten Aufklärung erforderlich.

Um Risiken für Sie zu minimieren, ist es außerdem notwendig, ca. 3 Wochen vor jedem Eingriff eine Operations- und Narkosetauglichkeits-Untersuchung von einem Facharzt für Innere Medizin durchführen zu lassen. Dadurch können eventuelle Risikofaktoren vorab erkannt und gegebenenfalls behandelt werden.

Indikationen
Operationsmöglichkeiten und -Ziele
Gibt es Alternativen?
Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen
Allgemeine Risiken bei allen Operationen
Eingriffsspezifische Risiken
Erfolgsaussichten
Was vor der Operation zu beachten ist
Postoperative Phase
Was nach der Operation zu beachten ist

Indikationen

Bei manchen Frauen kann es genetisch bedingt zu einer übermäßigen Vergrößerung der kleinen Schamlippen kommen, Asymmetrien derselben sind ebenfalls möglich. Übergroße kleine Schamlippen können beim Sport und sexuellen Verkehr Schmerzen verursachen und als unangenehm und störend empfunden werden.


Operationsmöglichkeiten und -Ziele

Ziel der Schamlippenkorrektur ist es, die kleinen Schamlippen zu verkleinern bzw. eine Symmetrie beider Schamlippen herzustellen.

Die Schamlippenkorrektur kann stationär, tagesklinisch oder ambulant durchgeführt werden, sie erfolgt in Allgemeinnarkose oder in Lokalanästhesie mit oder ohne Dämmerschlaf.

Die genaue Größe der Resektion und die sich daraus ergebende Schnittführung wird vorher mit der Patientin besprochen. Die Schnittführung erfolgt zu beiden Seiten der Schamlippen soweit von der Basis entfernt, dass der Scheideneingang durch diese noch verdeckt werden kann. Danach werden die überschüssigen Anteile der kleinen Schamlippen entfernt, anschließend wird sorgfältigst blutgestillt und der Zugang mit feinen Nähten verschlossen.


Gibt es Alternativen?

Es gibt keine Alternativen zur operativen Verkleinerung der kleinen Schamlippen.


Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen

Grundsätzlich laufen die meisten Operationen ohne Komplikationen ab. Jeder operative Eingriff wird mit größter Sorgfalt des behandelnden Arztes durchgeführt. Trotzdem kann kein Arzt absolute Risikofreiheit garantieren und Komplikationen können bei jedem Eingriff auftreten.


Allgemeine Risiken bei allen Operationen

  • Thrombosen und Embolien
  • Nachblutungen
  • Wundinfektionen/Wundheilungsstörungen
  • Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen
  • Haut- und Weichteilschäden
  • Lagerungskomplikationen
  • Narbenbildung
  • Durchblutungsstörungen

Eingriffsspezifische Risiken

  • Erhöhtes Infektionsrisiko
  • Auseinanderweichen der Wunde
  • Gefühlsstörungen

Erfolgsaussichten

Durch die Operation kann in der Regel die gewünschte Form und Größe der Schamlippen erzielt werden. Der Unterschied ist sofort sichtbar, das endgültige Ergebnis ist erst nach vollkommener Abschwellung vorhanden.

Meistens sind Patientinnen mit dem Ergebnis sehr zufrieden, eine Garantie für ein zufriedenstellendes Operationsergebnis kann jedoch auch bei erfolgreicher Operation nicht gegeben werden.


Was vor der Operation zu beachten ist

Blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar, Sintrom, etc. ) bzw. blutverdünnende Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) müssen ca. 2 Wochen vor Ihrem operativen Eingriff von Ihrem Hausarzt oder Ihrem Internisten abgesetzt und durch Heparinspritzen (niedermolekulare Heparine) ersetzt werden. Diese Heparinspritzen müssen über den Operationstag hinaus verabreicht werden. Ihr Operateur wird Ihnen mitteilen, wann die Medikation für die Blutgerinnung von ihrem Hausarzt oder Internisten auf Marcumar® oder Sintrom® zurückgestellt werden kann.

Zahlreiche „harmlose“ Grippe- und Schmerzmittel führen zu einer Blutverdünnung, da sie Acetylsalicylsäure oder Acetylsalicylat enthalten. Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), müssen mindestens 2 Wochen vor einer Operation abgesetzt werden, da eine einzige Tablette Ihre Blutstillung sehr negativ beeinflussen kann. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur, Hausarzt bzw. Internisten Rücksprache.

Wichtige Medikamente (z.B. Schilddrüsenhormontabletten, blutdrucksenkende Medikamente, Herzmittel, etc.) dürfen mit einem Schluck Wasser auch am Operationstag eingenommen werden. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche Medikamente wie lange vor und nach dem Eingriff abgesetzt, in der Dosis verändert oder durch andere ersetzt werden müssen.

Am Tag vor der Operation dürfen bei Durchführung in Allgemeinnarkose keine schwer verdaulichen (fetthaltigen) Nahrungsmittel gegessen werden. Findet die Operation am Morgen oder vormittags statt, darf nach dem Aufwachen in der Früh weder getrunken noch gegessen werden. Findet die Operation am Nachmittag statt, ist ein leichtes Frühstück erlaubt. Mindesten 6 Stunden vor dem geplanten Operationstermin darf jedoch nichts mehr gegessen oder getrunken werden.

Für den Fall, dass die Operation in lokaler Betäubung durchgeführt wird, können Sie auch vor der Operation leichte Kost zu sich nehmen. Auch klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee können eingenommen werden. Alkoholkonsum ist am Operationstag verboten.

Bitte verwenden Sie am Operationstag keine öligen Dusch- oder Badezusätze, sondern normale Seife oder Duschgel.

Eine Rasur im Bereich des Operationsgebietes ist notwendig, diese darf aber erst am Tag der Operation vor dem Eingriff erfolgen.

Generell sollten Sie sich aus hygienischen Gründen am Operationstag nicht mehr schminken sowie keine Gesichts-, Augen- und Körpercreme auftragen.

Wichtig: Aufgrund der Verbrennungsgefahr bei der Blutstillung müssen jegliche Körper-Piercings sowie Metall-Schmuck für die Zeit der Operation entfernt werden.

Bitte auch keine Wertgegenstände (Schmuck etc.) mitbringen, da hierfür keine Haftung übernommen wird.


Postoperative Phase

Die Wunden werden täglich mit antiseptischen Lösungen abgebadet und mit entsprechenden Salben eingecremt, eine Vorlage ist zu verwenden. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie die lokale Behandlung zuhause durchzuführen ist.

Grundsätzlich wird eine frühe Mobilisation angestrebt. Bei Durchführung in Vollnarkose oder im Dämmerschlaf sollte am Tag der Operation das Verlassen des Bettes und ein Toilettengang nur mit Hilfe durchgeführt werden.

Meist werden sich selbst auflösende Nähte verwendet, die nicht entfernt werden müssen. Sollte anderes Nahtmaterial verwendet worden sein werden die Nähte je nach Nahttechnik zwischen dem 7. und dem 10. Tag nach der Operation entfernt.

Um die Wundheilung zu gewährleisten beachten Sie bitte, dass der Verband (Vorlage) ein Schutz für Ihre Wunde ist, und dieser nicht durch Reibung, Verschiebung oder dergleichen verändert werden darf. Deswegen sollten sie in den ersten 2 Wochen keine engen Jeans und Hosen tragen. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie der Verband gegebenenfalls zuhause zu wechseln ist.

In jedem Fall können nach dem Eingriff vorübergehend Blutergüsse, Schwellungen oder ein Spannungsgefühl auftreten. Diese Veränderungen sollten Sie nicht beunruhigen, sie klingen innerhalb von wenigen Tagen ab, können in manchen Fällen aber über mehrere Wochen andauern.

Nach Eingriffen ist es normal, dass für eine gewisse Zeit eine Gefühlsminderung eingriffsspezifisch vorhanden ist, diese normalisiert sich meist nach einigen Monaten, selten können Restgefühlsstörungen zurückbleiben. Ihr Arzt wird Ihnen spezifische Informationen darüber erteilen.


Was nach der Operation zu beachten ist

Medikamente dürfen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden. Falls Sie unabhängig von Ihrer Operation Medikamente einnehmen müssen, ist es erforderlich, diese Einnahme mit Ihrem Arzt zu besprechen und ggf. die Dosierung zu ändern.

Nehmen Sie auch nach der Operation für 2 Wochen keine blutgerinnungshemmenden Medikamente (z.B. Marcumar®, Sintrom®, etc.) bzw. blutverdünnenden Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) und keine Grippe- und Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), ein. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur Rücksprache.

Baden ist bei erst nach 2 Wochen, bzw. nach Entfernung des Nahtmaterials wieder erlaubt.

Vermeiden Sie in den ersten 4-8 Wochen jede Art von Hitze wie heiße Bäder, Sauna, Infrarotkabine, Solarium, Sonnenbäder etc.

Eine UV-Bestrahlung der Haut (Sonne, Solarium) ist erst nach verschwinden sämtlicher Blutergüsse erlaubt. Narben dürfen erst der UV-Strahlung ausgesetzt werden, wenn die Narben nicht mehr gerötet sind, da es sonst zu einer Pigmentierung der Narben kommt. Narben können durch Gewand, Camouflage oder Sonnencremen mit hohem Lichtschutzfaktor (Sun Blocker) vor Sonne geschützt werden.

Leichte körperliche Betätigung ist nach 2 Wochen möglich, aktive sportliche Betätigung – v.a. Reiten, Radfahren, Laufen – sollte für 4-6 Wochen vermieden werden.

Schwarzl Klinik

A-8301 Laßnitzhöhe, Hauptstraße 140
Tel.: +43/3133/6100, Fax: DW 6
office@schwarzlklinik.at

Sommer
Mo. - Do. 09.00 bis 16.00 Uhr
Fr. 09.00 bis 14.00 Uhr

Winter
Mo. - Do. 08.00 bis 16.30 Uhr
Fr. 08.00 bis 14.00 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung

Beratungsoffice Wien

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Tel.: +43/1/5854030

Termine nach telefonischer Vereinbarung.

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