Oberarmstraffung / Brachioplastik

Oberarmstraffung/Brachiopla...

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Aus Erfahrung wissen wir, dass dem Entschluss zu einer Oberarmstraffung meist ein langer Prozess der Entscheidungsfindung vorausgeht. Wir möchten Sie mit dieser Information zum einen über Ablauf, Möglichkeiten und Risiken der Operation informieren und Ihnen zum anderen eine Hilfestellung bieten, um Sie bei Ihrer Entscheidung optimal zu begleiten.

Hinweis: Bevor Sie sich für einen Eingriff entscheiden, ist ein weiterer Termin mit einer detaillierten Aufklärung erforderlich.

Um Risiken für Sie zu minimieren, ist es außerdem notwendig, ca. 3 Wochen vor jedem Eingriff eine Operations- und Narkosetauglichkeits-Untersuchung von einem Facharzt für Innere Medizin durchführen zu lassen. Dadurch können eventuelle Risikofaktoren vorab erkannt und gegebenenfalls behandelt werden.

Indikationen
Operationsmöglichkeiten und -Ziele
Gibt es Alternativen?
Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen
Allgemeine Risiken bei allen Operationen
Eingriffsspezifische Risiken
Erfolgsaussichten
Was vor der Operation zu beachten ist
Postoperative Phase
Was nach der Operation zu beachten ist

Indikationen

Die Notwendigkeit einer Oberarmstraffung ergibt sich in der Regel durch eine Erschlaffung des Gewebes bedingt durch starke Gewichtsschwankungen. Auch genetisch bedingt kann es zu stärkerem Nachlassen der Hautelastizität kommen. Dadurch kann ein mehr oder weniger großer Haut- und Gewebsüberschuss an der Innenseite der Oberarme entstehen.

Eine Oberarmstraffung sollte erst dann vorgenommen werden, wenn bei einer Gewichtsreduktion das „haltbare“ Gewicht erreicht ist.


Operationsmöglichkeiten und -Ziele

Ziel der Oberarmstraffung ist es, das überschüssige Haut- und Fettgewebe zu entfernen und eine Straffung zu erreichen.

Eine Oberarmstraffung kann stationär, tagesklinisch oder ambulant durchgeführt werden und wird meist in Allgemeinnarkose durchgeführt, in speziellen Fällen kann auch eine Lokalanästhesie oder Tumeszenzanästhesie mit oder ohne Dämmerschlaf erfolgen.

Die Schnittführung bei der Oberarmstraffung wird hockeyschlägerförmig geplant und erscheint als eine Längsnarbe an der Innenseite des Oberarms von der Achselhöhle bis kurz oberhalb des Ellbogens. Bei großem Weichteilüberschuss muss zusätzlich ein quer verlaufender Schnitt in der Achselhöhle (T-förmige Schnittführung) gesetzt werden. Die Weichteile des Oberarmes werden sorgfältig mobilisiert und gestrafft, die überschüssige Haut wird entfernt. Das verbleibende Gewebe wird bei Bedarf durch Fettabsaugung ausgedünnt.

Bei gering ausgeprägter Erschlaffung kann evt. eine Straffung des Oberarmes durch Entfernung eines queren Hautareales im Bereich der Achsel erfolgen.

Nach Einlegen eines Wunddrains zur Ableitung von Wundsekret wird der operative Zugang mit feinen Nähten verschlossen.

Brachioplastik


Gibt es Alternativen?

Bei jugendlicher und elastischer Haut kann der Umfang des Oberarmes evt. durch eine Fettabsaugung reduziert werden, die Haut kann in begrenztem Ausmaß schrumpfen. Bei stärkerem Hautüberschuss ist eine operative Straffung indiziert.

Muskeltraining, gezielte Massagen oder Lymphdrainagen können zwar zu einer minimalen Verbesserung des Wohlbefindens führen, erschlafftes Gewebe und übermäßig vorliegende Fettpolster jedoch nicht beseitigen.


Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen

Grundsätzlich laufen die meisten Operationen ohne Komplikationen ab. Jeder operative Eingriff wird mit größter Sorgfalt des behandelnden Arztes durchgeführt. Trotzdem kann kein Arzt absolute Risikofreiheit garantieren und Komplikationen können bei jedem Eingriff auftreten.


Allgemeine Risiken bei allen Operationen

  • Thrombosen und Embolien
  • Haut- und Weichteilschäden
  • Nachblutungen
  • Lagerungskomplikationen
  • Wundinfektionen/Wundheilungsstörungen
  • Narbenbildung
  • Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen
  • Durchblutungsstörungen

Eingriffsspezifische Risiken

  • Wundheilungsstörungen, Aufplatzen der Wundränder
  • Durchblutungsstörungen der Haut, Hautnekrose
  • Asymmetrien
  • Hautunregelmäßigkeiten
  • Gefühlsminderungen
  • Bürzelbildungen
  • Serombildungen
  • Narben

Erfolgsaussichten

Bei der Oberarmstraffung kommt es zu einer Verbesserung und Straffung der Armkontur. Eine Veränderung ist postoperativ sofort sichtbar, das endgültige Ergebnis kann jedoch erst nach ca. 3 Monaten beurteilt werden.

Meistens sind Patienten mit dem Ergebnis sehr zufrieden, eine Garantie für ein zufriedenstellendes Operationsergebnis kann jedoch auch bei erfolgreicher Operation nicht gegeben werden.


Was vor der Operation zu beachten ist

Blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar, Sintrom, etc. ) bzw. blutverdünnende Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) müssen ca. 2 Wochen vor Ihrem operativen Eingriff von Ihrem Hausarzt oder Ihrem Internisten abgesetzt und durch Heparinspritzen (niedermolekulare Heparine) ersetzt werden. Diese Heparinspritzen müssen über den Operationstag hinaus verabreicht werden. Ihr Operateur wird Ihnen mitteilen, wann die Medikation für die Blutgerinnung von ihrem Hausarzt oder Internisten auf Marcumar® oder Sintrom® zurückgestellt werden kann.

Zahlreiche „harmlose“ Grippe- und Schmerzmittel führen zu einer Blutverdünnung, da sie Acetylsalicylsäure oder Acetylsalicylat enthalten. Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), müssen mindestens 2 Wochen vor einer Operation abgesetzt werden, da eine einzige Tablette Ihre Blutstillung sehr negativ beeinflussen kann. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur, Hausarzt bzw. Internisten Rücksprache.

Wichtige Medikamente (z.B. Schilddrüsenhormontabletten, blutdrucksenkende Medikamente, Herzmittel, etc.) dürfen mit einem Schluck Wasser auch am Operationstag eingenommen werden. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche Medikamente wie lange vor und nach dem Eingriff abgesetzt, in der Dosis verändert oder durch andere ersetzt werden müssen.

Am Tag vor der Operation dürfen bei Durchführung in Allgemeinnarkose keine schwer verdaulichen (fetthaltigen) Nahrungsmittel gegessen werden. Findet die Operation am Morgen oder vormittags statt, darf nach dem Aufwachen in der Früh weder getrunken noch gegessen werden. Findet die Operation am Nachmittag statt, ist ein leichtes Frühstück erlaubt. Mindesten 6 Stunden vor dem geplanten Operationstermin darf jedoch nichts mehr gegessen oder getrunken werden.

Für den Fall, dass die Operation in lokaler Betäubung durchgeführt wird, können Sie auch vor der Operation leichte Kost zu sich nehmen. Auch klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee können eingenommen werden. Alkoholkonsum ist am Operationstag verboten.

Rauchen reduziert die Durchblutung des Gewebes und kann daher die Wundheilung verzögern, bzw. Wundheilungsstörungen hervorrufen. Dies kann zu einem schlechteren ästhetischen Ergebnis führen. Sie müssen daher schon mindestens 2 Wochen vor der Operation und für mindestens 4 Wochen danach auf das Rauchen verzichten.

Bitte verwenden Sie am Operationstag keine öligen Dusch- oder Badezusätze, sondern normale Seife oder Duschgel.

Gegebenenfalls ist eine Rasur im Bereich des Operationsgebietes notwendig, diese darf aber erst unmittelbar vor der Operation erfolgen. Ihr Arzt wird die genaue Vorgehensweise dafür mit Ihnen besprechen.

Generell sollten Sie sich aus hygienischen Gründen am Operationstag nicht mehr schminken sowie keine Gesichts-, Augen- und Körpercreme auftragen.

Wichtig: Aufgrund der Verbrennungsgefahr bei der Blutstillung müssen jegliche Körper-Piercings sowie Metall-Schmuck für die Zeit der Operation entfernt werden.

Bitte auch keine Wertgegenstände (Schmuck etc.) mitbringen, da hierfür keine Haftung übernommen wird.


Postoperative Phase

Grundsätzlich wird eine frühe Mobilisation angestrebt. Bei Durchführung in Allgemeinnarkose oder im Dämmerschlaf sollte am Tag der Operation das Verlassen des Bettes und ein Toilettengang nur mit Hilfe durchgeführt werden.

Bitte lagern Sie die Arme leicht hoch und bewegen Sie zur Vermeidung von Einsteifungen frühzeitig Ihre Schultern, Ellenbogen und Hände, ohne dass ein Zug auf die Nähte ausgeübt wird.

Abhängig von der Ausgangssituation, von Vorerkrankungen sowie vom Umfang der Operation kann das Thromboserisiko erhöht sein. Dadurch ist es notwendig, für 5-10 Tage eine Thromboseprophylaxe durchzuführen. Je nach Dosierung kann das Blutungsrisiko dadurch erhöht sein, bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Art und Dauer der Thromboseprophylaxe

.Für den Fall, das ein Wunddrain verwendet wurde, wird dieses normalerweise zwischen dem 2. und 4. Tag entfernt, das Nahtmaterial, je nach Nahttechnik, zwischen dem 7. und dem 14. Tag nach der Operation gezogen.

Die Wunden werden bis zur Nahtentfernung mit sterilen Verbänden bedeckt, die evt. durch einen Kompressions-Verband fixiert werden.

Um die Wundheilung zu gewährleisten beachten Sie bitte, dass der Verband ein Schutz für Ihre Wunde ist, und dieser nicht durch Reibung, Verschiebung oder dergleichen verändert werden darf. Eventuell wurde die Wunde zusätzlich durch Nahtpflaster (Steristrips) verklebt, um Spannung auf den Wundrändern zu vermeiden. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie der Verband gegebenenfalls zuhause zu wechseln ist.

In jedem Fall können nach dem Eingriff vorübergehend Blutergüsse, Schwellungen oder ein Spannungsgefühl auftreten. Diese Veränderungen sollten Sie nicht beunruhigen, sie klingen innerhalb von wenigen Tagen ab, können in manchen Fällen aber über mehrere Wochen andauern.

Nach Eingriffen ist es normal, dass für eine gewisse Zeit eine Gefühlsminderung eingriffsspezifisch vorhanden ist, diese normalisiert sich meist nach einigen Monaten, selten können Restgefühlsstörungen zurückbleiben. Ihr Arzt wird Ihnen spezifische Informationen darüber erteilen.


Was nach der Operation zu beachten ist

Medikamente dürfen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden. Falls Sie unabhängig von Ihrer Operation Medikamente einnehmen müssen, ist es erforderlich, diese Einnahme mit Ihrem Arzt zu besprechen und ggf. die Dosierung zu ändern.

Nehmen Sie auch nach der Operation für 2 Wochen keine blutgerinnungshemmenden Medikamente (z.B. Marcumar®, Sintrom®, etc.) bzw. blutverdünnenden Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) und keine Grippe- und Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), ein. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur Rücksprache.

Eventuell wird postoperativ eine Kompressionswäsche verwendet, diese wird für 3-4 Wochen getragen.

Duschen und Baden ist erst nach Entfernung des Nahtmaterials wieder erlaubt.

Vermeiden Sie in den ersten 4-8 Wochen jede Art von Hitze wie heiße Bäder, Sauna, Infrarotkabine, Solarium, Sonnenbäder etc.

Eine UV-Bestrahlung der Haut (Sonne, Solarium) ist erst nach verschwinden sämtlicher Blutergüsse erlaubt. Narben dürfen erst der UV-Strahlung ausgesetzt werden, wenn die Narben nicht mehr gerötet sind, da es sonst zu einer Pigmentierung der Narben kommt. Narben können durch Gewand, Camouflage oder Sonnencremen mit hohem Lichtschutzfaktor (Sun Blocker) vor Sonne geschützt werden.

Körperlichen Tätigkeiten oder Sport, welche zu einer Anspannung oder Erschütterung der Armmuskulatur führen müssen in den ersten 6 Wochen vermieden werden (z.B. Aerobic, Laufen, Reiten, etc.).

Schwarzl Klinik

A-8301 Laßnitzhöhe, Hauptstraße 140
Tel.: +43/3133/6100, Fax: DW 6
office@schwarzlklinik.at

Sommer
Mo. - Do. 09.00 bis 16.00 Uhr
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sowie nach telefonischer Vereinbarung

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