Stirnlift / Augenbrauenlift

Stirnlift / Augenbrauenlift

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Soweit in diesem Formular personenbezogene Ausdrücke verwendet werden, umfassen sie Frauen und Männer gleichermaßen. (Patientin/Patient, Ärztin/Arzt)

Aus Erfahrung wissen wir, dass dem Entschluss zu einem Stirnlift oder Augenbrauenlift meist ein langer Prozess der Entscheidungsfindung vorausgeht. Wir möchten Sie mit dieser Information zum einen über Ablauf, Möglichkeiten und Risiken der Operation informieren und Ihnen zum anderen eine Hilfestellung bieten, um Sie bei Ihrer Entscheidung optimal zu begleiten.

Hinweis: Bevor Sie sich für einen Eingriff entscheiden, ist ein weiterer Termin mit einer detaillierten Aufklärung erforderlich.

Um Risiken für Sie zu minimieren, ist es außerdem notwendig, ca. 3 Wochen vor jedem Eingriff eine Operations- und Narkosetauglichkeits-Untersuchung von einem Facharzt für Innere Medizin durchführen zu lassen. Dadurch können eventuelle Risikofaktoren vorab erkannt und gegebenenfalls behandelt werden.

Indikationen
Operationsmöglichkeiten und -Ziele
Gibt es Alternativen?
Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen
Allgemeine Risiken bei allen Operationen
Eingriffsspezifische Risiken
Erfolgsaussichten
Was vor der Operation zu beachten ist
Postoperative Phase
Was nach der Operation zu beachten ist

Indikationen

Im Laufe des Lebens verliert die Haut an der Stirn und im Schläfenbereich durch die Schwerkraft, Sonnenexposition, Umwelteinflüsse, aber auch genetisch bedingt ihre Spannkraft. Zusätzlich verstärkt wird dieser Effekt durch die Anspannung der mimischen Muskulatur. Dadurch kommt es zu queren Stirnfalten, einem Absinken der Stirnregion und tiefer stehenden Augenbrauen.


Operationsmöglichkeiten und -Ziele

Das Ziel des Stirnliftings ist die Anhebung und Straffung der Haut und der Weichteile in der oberen Gesichtsregion und die Entfernung von überschüssiger Haut ohne auffällige Narben.

Das Stirnlift kann je nach Ausmaß stationär, tagesklinisch oder ambulant durchgeführt werden und erfolgt zumeist in Allgemeinnarkose oder Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf.

Vor der Operation werden Kopf und Haare desinfiziert. Im Bereich der Kopfhaut werden manchmal schmale Haarstreifen rasiert, manche Operateure rasieren nicht.

Folgende Methoden stehen zur Auswahl:

  • Stirnlift:
    Bei einem Stirnlift erfolgt die Schnittführung normalerweise über das hohe behaarte Haupt von einem Ohr zum Anderen. Je nach Stirnhöhe kann diese auch an der Haargrenze erfolgen, um die Distanz von Augenbraue und Haaransatz zu reduzieren. Bei Männern mit tiefen Stirnfalten und schütterem Haarwuchs kann der Hautschnitt auch in Stirnmitte unter gleichzeitiger Entfernung von Hautfalten gelegt werden.

    Unter sorgfältiger Mobilisierung der Hautweichteile bis zur Nasenwurzel können die Stirnmuskeln sowie die Zornesfaltenmuskeln dargestellt und geschwächt oder entfernt werden. Anschließend werden die Augenbrauen symmetrisch gehoben, die Stirnhaut nach hinten verlagert, und am Knochen oder der Muskelhaut im Schläfenbereich fixiert. Der Hautüberschuss wird entfernt und nach Einlegen eines kleinen Wunddrains der Zugang mit feinen Nähten oder Klammern verschlossen.

    In manchen Fällen kann die Operation endoskopisch durchgeführt werden. Das Einführen des Endoskops erfolgt dabei über kleine Schnitte im behaarten Kopfbereich. Mit Spezialinstrumenten werden Gewebeschichten abgelöst und neu fixiert.
  • Augenbrauenlift:
    Der Hautschnitt befindet sich im Bereich der behaarten Schläfenregion oberhalb der Augenbrauen. Von hier aus wird die Knochenhaut mit dem darüber liegende Gewebe und der mimischen Muskulatur bis zur Augenbraue abgelöst und nach Entfernung von überschüssiger Haut nach oben gestrafft.

    Es gibt auch die Möglichkeit die Position der Augenbraue durch unter die Haut eingebrachte Fäden zu verändern. Auch eine direkte Entfernung eines Hautareales oberhalb der Augenbraue ist möglich. Diese Methode hinterlässt eine Narbe am oberen Rand der Augenbraue. Am Ende der Operation wird die Wunde mit Nähten oder Klammern verschlossen.

Strinlift


Gibt es Alternativen?

Mimische Falten können auch mit Botox behandelt werden. Einzelne Falten können auch mit Faltenfüller (Hyaluronsäure etc.) unterspritzt werden.

Eine Reduktion von Falten kann sowohl durch eine Laserbehandlung, wie auch Peelings oder Hautabschleifung (Mikrodermabrasion) erzielt werden. Diese Behandlungsformen können jedoch keine Straffung des tieferen Gewebes und der abgesunkenen Weichteile des Stirnbereiches erzielen.


Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen

Grundsätzlich laufen die meisten Operationen ohne Komplikationen ab. Jeder operative Eingriff wird mit größter Sorgfalt des behandelnden Arztes durchgeführt. Trotzdem kann kein Arzt absolute Risikofreiheit garantieren und Komplikationen können bei jedem Eingriff auftreten.


Allgemeine Risiken bei allen Operationen

  • Thrombosen und Embolien
  • Haut- und Weichteilschäden
  • Nachblutungen
  • Lagerungskomplikationen
  • Wundinfektionen/Wundheilungsstörungen
  • Narbenbildung
  • Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen

Eingriffsspezifische Risiken

  • Nachblutung
  • Haarausfall
  • Durchblutungsstörungen der Haut
  • Asymmetrien
  • Nervenverletzungen
  • Verlagerung des Haaransatzes
  • Gefühlsstörungen
  • Vernarbungen des Unterhautfettgewebes

Erfolgsaussichten

Durch die Liftoperation kann ein Verjüngungseffekt von mehreren Jahren erreicht werden. Das Gesicht sieht natürlich gestrafft aus und zeigt neue Spannkraft und Vitalität.

Das endgültige Ergebnis kann nach ca. 2 bis 3 Monaten beurteilt werden.

Meistens sind Patienten mit dem Ergebnis sehr zufrieden, eine Garantie für ein zufriedenstellendes Operationsergebnis kann jedoch auch bei erfolgreicher Operation nicht gegeben werden.


Was vor der Operation zu beachten ist

Blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar, Sintrom, etc. ) bzw. blutverdünnende Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) müssen ca. 2 Wochen vor Ihrem operativen Eingriff von Ihrem Hausarzt oder Ihrem Internisten abgesetzt und durch Heparinspritzen (niedermolekulare Heparine) ersetzt werden. Diese Heparinspritzen müssen über den Operationstag hinaus verabreicht werden. Ihr Operateur wird Ihnen mitteilen, wann die Medikation für die Blutgerinnung von ihrem Hausarzt oder Internisten auf Marcumar® oder Sintrom® zurückgestellt werden kann.

Zahlreiche „harmlose“ Grippe- und Schmerzmittel führen zu einer Blutverdünnung, da sie Acetylsalicylsäure oder Acetylsalicylat enthalten. Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), müssen mindestens 2 Wochen vor einer Operation abgesetzt werden, da eine einzige Tablette Ihre Blutstillung sehr negativ beeinflussen kann. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur, Hausarzt bzw. Internisten Rücksprache.

Wichtige Medikamente (z.B. Schilddrüsenhormontabletten, blutdrucksenkende Medikamente, Herzmittel, etc.) dürfen mit einem Schluck Wasser auch am Operationstag eingenommen werden. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche Medikamente wie lange vor und nach dem Eingriff abgesetzt, in der Dosis verändert oder durch andere ersetzt werden müssen.

Am Tag vor der Operation dürfen bei Durchführung in Allgemeinnarkose keine schwer verdaulichen (fetthaltigen) Nahrungsmittel gegessen werden. Findet die Operation am Morgen oder vormittags statt, darf nach dem Aufwachen in der Früh weder getrunken noch gegessen werden. Findet die Operation am Nachmittag statt, ist ein leichtes Frühstück erlaubt. Mindesten 6 Stunden vor dem geplanten Operationstermin darf jedoch nichts mehr gegessen oder getrunken werden.

Für den Fall, dass die Operation in lokaler Betäubung durchgeführt wird, können Sie auch vor der Operation leichte Kost zu sich nehmen. Auch klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee können eingenommen werden. Alkoholkonsum ist am Operationstag verboten.

Rauchen reduziert die Durchblutung des Gewebes und kann daher die Wundheilung verzögern, bzw. Wundheilungsstörungen hervorrufen. Dies kann zu einem schlechteren ästhetischen Ergebnis führen. Sie müssen daher schon mindestens 4 Wochen vor der Operation und für mindestens 4 Wochen danach auf das Rauchen verzichten.

Bitte verwenden Sie am Operationstag keine öligen Dusch- oder Badezusätze, sondern normale Seife oder Duschgel.

Generell sollten Sie sich aus hygienischen Gründen am Operationstag nicht mehr schminken sowie keine Gesichts-, Augen- und Körpercreme auftragen.

Vor der Operation sollten die Haare gewaschen werden. Da das Haarefärben bzw. –tönen nach der Operation für 4 Wochen nicht möglich ist, sollten Sie dies etwa 1 Woche vor dem Eingriff einplanen.

Wichtig: Aufgrund der Verbrennungsgefahr bei der Blutstillung müssen jegliche Körper-Piercings sowie Metall-Schmuck für die Zeit der Operation entfernt werden.

Bitte auch keine Wertgegenstände (Schmuck etc.) mitbringen, da hierfür keine Haftung übernommen wird.


Postoperative Phase

Die Wunden werden bis zur Nahtentfernung mit sterilen Verbänden bedeckt, die durch einen speziellen Verband oder eine Facelift-Maske fixiert werden.

Um die Schwellung rascher abklingen zu lassen sollten Sie in den ersten Tagen nach der Operation in leichter Oberkörperhochlage schlafen.

Grundsätzlich wird eine frühe Mobilisation angestrebt. Bei Durchführung in Allgemeinnarkose oder im Dämmerschlaf sollte am Tag der Operation das Verlassen des Bettes und ein Toilettengang nur mit Hilfe durchgeführt werden.

Abhängig von der Ausgangssituation, von Vorerkrankungen sowie vom Umfang der Operation kann das Thromboserisiko erhöht sein. Dadurch ist es notwendig, für 5-10 Tage eine Thromboseprophylaxe durchzuführen. Je nach Dosierung kann das Blutungsrisiko dadurch erhöht sein, bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Art und Dauer der Thromboseprophylaxe.

Für den Fall, dass ein Wunddrain verwendet wurde, wird dieses normalerweise zwischen dem 1. und 4. Tag entfernt, das Nahtmaterial, je nach Nahttechnik, zwischen dem 10. und dem 14. Tag nach der Operation gezogen.

Das vorsichtige Waschen der Haare ist frühestens ab dem 4. postoperativen Tag mit Hilfe möglich, besprechen Sie die genaue Vorgehensweise mit Ihrem Arzt.

Um die Wundheilung zu gewährleisten beachten Sie bitte, dass der Verband ein Schutz für Ihre Wunde ist, und dieser nicht durch Reibung, Verschiebung oder dergleichen verändert werden darf. Eventuell wurde die Wunde zusätzlich durch Nahtpflaster (Steristrips) verklebt, um Spannung auf den Wundrändern zu vermeiden. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie der Verband gegebenenfalls zuhause zu wechseln ist.

In jedem Fall können nach dem Eingriff vorübergehend Blutergüsse, Schwellungen oder ein Spannungsgefühl auftreten. Diese Veränderungen sollten Sie nicht beunruhigen, sie klingen innerhalb von wenigen Tagen ab, können in manchen Fällen aber über mehrere Wochen andauern.

Evt. kann die Durchführung einer Lymphdrainage zu einer rascheren Abschwellung beitragen, bitte besprechen die den Zeitpunkt mit Ihrem Arzt.

Nach Eingriffen ist es normal, dass für eine gewisse Zeit eine Gefühlsminderung eingriffsspezifisch vorhanden ist, diese normalisiert sich meist nach einigen Monaten, selten können Restgefühlsstörungen zurückbleiben. Ihr Arzt wird Ihnen spezifische Informationen darüber erteilen.


Was nach der Operation zu beachten ist

Medikamente dürfen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden. Falls Sie unabhängig von Ihrer Operation Medikamente einnehmen müssen, ist es erforderlich, diese Einnahme mit Ihrem Arzt zu besprechen und ggf. die Dosierung zu ändern.

Nehmen Sie auch nach der Operation für 2 Wochen keine blutgerinnungshemmenden Medikamente (z.B. Marcumar®, Sintrom®, etc.) bzw. blutverdünnenden Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) und keine Grippe- und Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), ein. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur Rücksprache.

Eventuell wird postoperativ eine Facelift-Maske verwendet, diese wird für ca. 3 Wochen getragen.

Das Schminken ist nach der Nahtentfernung wieder möglich und nach ca. 2-3 Wochen sind Sie wieder gesellschaftsfähig.

Vermeiden Sie in den ersten 4-8 Wochen jede Art von Hitze wie heiße Bäder, Sauna, Infrarotkabine, Solarium, Sonnenbäder etc.

Eine UV-Bestrahlung der Haut (Sonne, Solarium) ist erst nach verschwinden sämtlicher Blutergüsse erlaubt. Narben dürfen erst der UV-Strahlung ausgesetzt werden, wenn die Narben nicht mehr gerötet sind, da es sonst zu einer Pigmentierung der Narben kommt. Narben können durch Gewand, Camouflage oder Sonnencremen mit hohem Lichtschutzfaktor (Sun Blocker) vor Sonne geschützt werden.

Leichte körperliche Betätigungen sind nach 4-6 Wochen möglich, anstrengende körperliche Betätigung und Sport sind für 3 Monate zu vermeiden.

Schwarzl Klinik

A-8301 Laßnitzhöhe, Hauptstraße 140
Tel.: +43/3133/6100, Fax: DW 6
office@schwarzlklinik.at

Sommer
Mo. - Do. 09.00 bis 16.00 Uhr
Fr. 09.00 bis 14.00 Uhr

Winter
Mo. - Do. 08.00 bis 16.30 Uhr
Fr. 08.00 bis 14.00 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung

Beratungsoffice Wien

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Tel.: +43/1/5854030

Termine nach telefonischer Vereinbarung.

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