Nasenkorrektur / Rhinoplastik / Septorhinoplastik

Nasenkorrektur

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Aus Erfahrung wissen wir, dass dem Entschluss zu einer Nasenkorrektur meist ein langer Prozess der Entscheidungsfindung vorausgeht. Wir möchten Sie mit dieser Information zum einen über Ablauf, Möglichkeiten und Risiken der Operation informieren und Ihnen zum anderen eine Hilfestellung bieten, um Sie bei Ihrer Entscheidung optimal zu begleiten.

Hinweis: Bevor Sie sich für einen Eingriff entscheiden, ist ein weiterer Termin mit einer detaillierten Aufklärung erforderlich.

Um Risiken für Sie zu minimieren, ist es außerdem notwendig, ca. 3 Wochen vor jedem Eingriff eine Operations- und Narkosetauglichkeits-Untersuchung von einem Facharzt für Innere Medizin durchführen zu lassen. Dadurch können eventuelle Risikofaktoren vorab erkannt und gegebenenfalls behandelt werden.

Indikationen
Operationsmöglichkeiten und -Ziele
Gibt es Alternativen?
Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen
Allgemeine Risiken bei allen Operationen
Eingriffsspezifische Risiken
Erfolgsaussichten
Was vor der Operation zu beachten ist
Postoperative Phase
Was nach der Operation zu beachten ist

Indikationen

Die Nase ist der zentrale Teil im Gesicht und trägt wesentlich zur Harmonie des Aussehens bei. Ob Höckernase, Breitnase, Langnase, Schiefnase oder knollige Nasenspitze - die Ausprägung der Nase kann das körperliche und seelische Wohlbefinden des Betroffenen beträchtlich stören.

Oft besteht auch die Notwendigkeit, die Funktion der Nase – die Nasenatmung – zu verbessern. Diese Einschränkung kann durch eine deformierte Nasenscheidewand und/oder durch vergrößerte Nasenmuscheln bewirkt werden.

Grundsätzlich ist eine Nasenkorrektur erst nach Abschluss des Wachstums sinnvoll.


Operationsmöglichkeiten und -Ziele

Ziel der Nasenkorrektur (Rhinoplastik) ist die Herstellung eines ästhetischen Gesamtbildes und ein Gleichgewicht der Proportionen zu schaffen, funktionelle Störungen zu beheben sowie eine normale Nasenatmung zu erreichen.

Die Nasenkorrektur wird meist stationär durchgeführt, kann aber auch tagesklinisch oder ambulant erfolgen. Der Eingriff wird meist in Allgemeinnarkose durchgeführt, kann aber in Ausnahmefällen auch in Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf erfolgen.

Je nach Ausprägung der Nasendeformierung sind unterschiedliche Operationsschritte und Vorgehensweisen notwendig. Ihr Arzt wird Ihnen anhand einer Skizze die genauen operativen Schritte erklären:

  • Korrektur einer Schiefnase
  • Korrektur einer Langnase
  • Verschmälerung einer breiten Nase
  • Nasenspitzenkorrektur
  • Höckerabtragung
  • Korrektur einer Sattelnase
  • Verfeinerung der Nasenflügel
  • Verkleinerung von Nasenmuscheln

Folgende operative Zugänge sind möglich:

  • Geschlossene Methode über die Nasenlöcher:
    Der operative Zugang erfolgt an der Innenseite der Nasenlöcher, so dass später außen keine Narben sichtbar sind. Vom inneren Zugang aus wird das knorpelige und knöcherne Nasenskelett dargestellt und es werden die jeweils notwendigen Veränderungen (Höckerabtragung, Korrekturen am Knorpel u.a.m.) vorgenommen.
  • Offene Methode mit einem äußeren Schnitt am Nasensteg (Abb.2):
    Über diesen Zugang hat man einen besseren Einblick zur Nasenscheidewand, zur knorpeligen Nasenspitze und mehr Übersicht bei der Präparation des Nasengerüstes. Man kann die Flügelknorpel, die Nasenscheidewand und die Nasenspitzenknorpel in der Form und Größe unter direkter Sicht verändern und miteinander vernähen. Vom Zugang über den Nasensteg aus wird das knorpelige und knöcherne Nasenskelett dargestellt und es werden die jeweils notwendigen Veränderungen (Höckerabtragung, Korrekturen am Knorpel u.a.m.) vorgenommen.

Eventuell benötigte Ergänzungsschnitte:

  • Schnitt an der Nasenwurzel median oder seitlich:
    Dieser kleine Schnitt ist in manchen Fällen notwendig, um den oberen Bereich des Nasenbeins zu durchtrennen, wodurch die Gefahr, dass kleine Knochenteile absplittern, reduziert werden kann.
  • Schnitt am Ansatz der Nasenflügel:
    Dieser Schnitt ist nur nötig, wenn die Nase in diesem Bereich verschmälert werden soll.
  • Schnitt im Mundvorhof:
    Dies ist ein alternativer Zugang, um das Nasenbein zu durchtrennen.

Um spezifische Veränderungen am Nasengerüst durchführen zu können, ist es oft notwendig, Knorpeltransplantate vom Ohrmuschelknorpel oder vom Rippenknorpel zu gewinnen. Dies hinterlässt eine Narbe an der Entnahmestelle an der Ohrmuschel oder im Bereich der Rippe.

Der Operationszugang wird dann durch feine Nähte wieder verschlossen. Im Anschluss wird die Nase mit einer Tamponade versehen, welche meist nach 1-3 Tagen entfernt wird. Im Falle einer Osteotomie (Durchtrennung des Knochens) wird zur Schienung und Ruhigstellung der Nase ein Gipsverband für 2 Wochen angelegt (Abb.3).

Bei Korrekturen der Nasenscheidewand werden meist für 2 Wochen zur Schienung der Nasenscheidewand Silikonplättchen eingebracht. Bei kleineren Nasenkorrekturen ohne Osteotomie (Durchtrennung des Knochens) ist zur Schienung der Nase nach der Operation manchmal ein Tapeverband über dem Nasenrücken ausreichend. Dieser wird meist nach 1 Woche entfernt.

Die Auswahl der Operationsmethode ergibt sich aus der anatomischen Situation und den Besonderheiten der Veränderungen am Nasengerüst.

Nasenkorrektur


Gibt es Alternativen?

Kleine Unregelmäßigkeiten am Nasenrücken können evt. durch Unterspritzungsmaterialien ausgeglichen werden, eine Deformierung oder funktionelle Störungen der Nase können jedoch nur operativ korrigiert werden.


Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen

Grundsätzlich laufen die meisten Operationen ohne Komplikationen ab. Jeder operative Eingriff wird mit größter Sorgfalt des behandelnden Arztes durchgeführt. Trotzdem kann kein Arzt absolute Risikofreiheit garantieren und Komplikationen können bei jedem Eingriff auftreten.


Allgemeine Risiken bei allen Operationen

  • Thrombosen und Embolien
  • Haut- und Weichteilschäden
  • Nachblutungen
  • Lagerungskomplikationen
  • Wundinfektionen/Wundheilungsstörungen
  • Narbenbildung
  • Allergien / Unverträglichkeitsreaktionen
  • Durchblutungsstörungen

Eingriffsspezifische Risiken

  • Innere Narbenbildung
  • Verletzungen des Tränenapparates
  • Vorwölbung am Nasenrücken (Pseudohöcker)
  • Verletzungen an der Schädelbasis
  • Splitterung des Nasenbeines
  • Septumperforation
  • Abstoßung und Resorption
  • Schäden an den Schneidezähnen
  • Schwellungen und Blutergüsse
  • Couperose
  • Gefühlsstörungen
  • Durchblutungsstörungen bei wiederholten Nasenoperationen
  • Septumhämatom
  • Druckstellen durch den Gipsverband

Erfolgsaussichten

Durch den operativen Eingriff kann im Allgemeinen eine vollständige und bleibende Korrektur der Nase erzielt und somit das Selbstwertgefühl gesteigert werden. Im Falle einer vorher bestehenden funktionellen Atmungseinschränkung kann diese durch die Operation verbessert oder beseitigt werden.

Das vorläufige Operationsergebnis ist nach ca. 6 Wochen beurteilbar, das endgültige Ergebnis ist erst nach 6 bis 12 Monaten vorhanden.

Meistens sind Patienten mit dem Ergebnis sehr zufrieden, eine Garantie für ein zufriedenstellendes Operationsergebnis kann jedoch auch bei erfolgreicher Operation nicht gegeben werden.


Was vor der Operation zu beachten ist

Blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar, Sintrom, etc. ) bzw. blutverdünnende Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) müssen ca. 2 Wochen vor Ihrem operativen Eingriff von Ihrem Hausarzt oder Ihrem Internisten abgesetzt und durch Heparinspritzen (niedermolekulare Heparine) ersetzt werden. Diese Heparinspritzen müssen über den Operationstag hinaus verabreicht werden. Ihr Operateur wird Ihnen mitteilen, wann die Medikation für die Blutgerinnung von ihrem Hausarzt oder Internisten auf Marcumar® oder Sintrom® zurückgestellt werden kann.

Zahlreiche „harmlose“ Grippe- und Schmerzmittel führen zu einer Blutverdünnung, da sie Acetylsalicylsäure oder Acetylsalicylat enthalten. Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), müssen mindestens 2 Wochen vor einer Operation abgesetzt werden, da eine einzige Tablette Ihre Blutstillung sehr negativ beeinflussen kann. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur, Hausarzt bzw. Internisten Rücksprache.

Wichtige Medikamente (z.B. Schilddrüsenhormontabletten, blutdrucksenkende Medikamente, Herzmittel, etc.) dürfen mit einem Schluck Wasser auch am Operationstag eingenommen werden. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche Medikamente wie lange vor und nach dem Eingriff abgesetzt, in der Dosis verändert oder durch andere ersetzt werden müssen.

Am Tag vor der Operation dürfen bei Durchführung in Allgemeinnarkose keine schwer verdaulichen (fetthaltigen) Nahrungsmittel gegessen werden. Findet die Operation am Morgen oder vormittags statt, darf nach dem Aufwachen in der Früh weder getrunken noch gegessen werden. Findet die Operation am Nachmittag statt, ist ein leichtes Frühstück erlaubt. Mindesten 6 Stunden vor dem geplanten Operationstermin darf jedoch nichts mehr gegessen oder getrunken werden.

Für den Fall, dass die Operation in lokaler Betäubung durchgeführt wird, können Sie auch vor der Operation leichte Kost zu sich nehmen. Auch klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee können eingenommen werden. Alkoholkonsum ist am Operationstag verboten.

Bitte verwenden Sie am Operationstag keine öligen Dusch- oder Badezusätze, sondern normale Seife oder Duschgel.

Generell sollten Sie sich aus hygienischen Gründen am Operationstag nicht mehr schminken sowie keine Gesichts-, Augen- und Körpercreme auftragen.

Wichtig: Aufgrund der Verbrennungsgefahr bei der Blutstillung müssen jegliche Körper-Piercings sowie Metall-Schmuck für die Zeit der Operation entfernt werden.

Bitte auch keine Wertgegenstände (Schmuck etc.) mitbringen, da hierfür keine Haftung übernommen wird.


Postoperative Phase

Ein Gips oder spezieller Verband schützt und stabilisiert die Nase, in den meisten Fällen ist Ihre Nase tamponiert, bei Korrekturen der Nasenscheidewand stabilisieren diese auch Silikonplättchen. Dies darf jeweils nur durch den Arzt gewechselt oder entfernt werden.

Um die Schwellung rascher abklingen zu lassen sollten Sie in den ersten Tagen nach der Operation in leichter Oberkörperhochlage schlafen.

Grundsätzlich wird eine frühe Mobilisation angestrebt. Bei Durchführung in Allgemeinnarkose oder im Dämmerschlaf sollte am Tag der Operation das Verlassen des Bettes und ein Toilettengang nur mit Hilfe durchgeführt werden.

Abhängig von der Ausgangssituation, von Vorerkrankungen sowie vom Umfang der Operation kann das Thromboserisiko erhöht sein. Dadurch ist es notwendig, für 5-10 Tage eine Thromboseprophylaxe durchzuführen. Je nach Dosierung kann das Blutungsrisiko dadurch erhöht sein, bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Art und Dauer der Thromboseprophylaxe.

Nach der Entfernung der Tamponade kann es zu einer Anschwellung der Nasenschleimhaut und zu Krustenbildung kommen. Ihr Arzt wird Ihnen Hinweise zur Behandlung und Reinigung geben.

Ein Trockenheitsgefühl in der Nase kann eine Salben- oder Nasentropfenbehandlung erfordern. Bitte in der ersten Woche nach der Operation nicht schnäuzen! Tupfen Sie Schleim- und Wundsekrete nur vorsichtig ab.

Das Nahtmaterial wird je nach Nahttechnik zwischen dem 7. und dem 14. Tag nach der Operation entfernt.

Je nach Schwellzustand können Sie evtl. bereits einen Tag nach der Operation wieder Kontaktlinsen verwenden. Über einem Gipsverband können Sie auch eine Brille tragen. Nach Abnahme des Gipses besteht ein Brillen-Trageverbot, bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt wann Sie diese wieder aufsetzen dürfen.

In jedem Fall können nach dem Eingriff vorübergehend Blutergüsse, Schwellungen oder ein Spannungsgefühl auftreten. Diese Veränderungen sollten Sie nicht beunruhigen, sie klingen innerhalb von wenigen Tagen ab, können in manchen Fällen aber über mehrere Wochen andauern.

Nach Eingriffen ist es normal, dass für eine gewisse Zeit eine Gefühlsminderung eingriffsspezifisch vorhanden ist, diese normalisiert sich meist nach einigen Wochen, selten können Restgefühlsstörungen zurückbleiben. Ihr Arzt wird Ihnen spezifische Informationen darüber erteilen.


Was nach der Operation zu beachten ist

Medikamente dürfen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden. Falls Sie unabhängig von Ihrer Operation Medikamente einnehmen müssen, ist es erforderlich, diese Einnahme mit Ihrem Arzt zu besprechen und ggf. die Dosierung zu ändern.

Nehmen Sie auch nach der Operation für 2 Wochen keine blutgerinnungshemmenden Medikamente (z.B. Marcumar®, Sintrom®, etc.) bzw. blutverdünnenden Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) und keine Grippe- und Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), ein. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur Rücksprache.

Der Gips bzw. spezielle Verband verbleibt je nach Umfang der Operation für 7-14 Tage.

Schminken ist nach der Gipsabnahme wieder möglich und nach ca. 2 Wochen sind Sie wieder gesellschaftsfähig.

Vermeiden Sie in den ersten 4-8 Wochen jede Art von Hitze wie heiße Bäder, Sauna, Infrarotkabine, Solarium, Sonnenbäder etc.

Eine UV-Bestrahlung der Haut (Sonne, Solarium) ist erst nach verschwinden sämtlicher Blutergüsse erlaubt. Narben dürfen erst der UV-Strahlung ausgesetzt werden, wenn die Narben nicht mehr gerötet sind, da es sonst zu einer Pigmentierung der Narben kommt. Narben können durch Gewand, Camouflage oder Sonnencremen mit hohem Lichtschutzfaktor (Sun Blocker) vor Sonne geschützt werden.

In den ersten 14 Tagen ist körperliche Anstrengung und Sport zu vermeiden, auch Bücken, schweres Heben etc. ist nicht erlaubt. Weiters müssen Sie dafür Sorge tragen, dass Sie in den ersten sechs bis acht Wochen keinen Stoß gegen die Nase bekommen.

Alkohol und scharfe Getränke sind für etwa drei Wochen strikt zu vermeiden.

Schwarzl Klinik

A-8301 Laßnitzhöhe, Hauptstraße 140
Tel.: +43/3133/6100, Fax: DW 6
office@schwarzlklinik.at

Sommer
Mo. - Do. 09.00 bis 16.00 Uhr
Fr. 09.00 bis 14.00 Uhr

Winter
Mo. - Do. 08.00 bis 16.30 Uhr
Fr. 08.00 bis 14.00 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung

Beratungsoffice Wien

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Tel.: +43/1/5854030

Termine nach telefonischer Vereinbarung.

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