Lidkorrektur / Blepharoplastik

Lidkorrektur / Blepharoplastik

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Aus Erfahrung wissen wir, dass dem Entschluss zu einer Lidkorrektur meist ein langer Prozess der Entscheidungsfindung vorausgeht. Wir möchten Sie mit dieser Information zum einen über Ablauf, Möglichkeiten und Risiken der Operation informieren und Ihnen zum anderen eine Hilfestellung bieten, um Sie bei Ihrer Entscheidung optimal zu begleiten.

Hinweis: Bevor Sie sich für einen Eingriff entscheiden, ist ein weiterer Termin mit einer detaillierten Aufklärung erforderlich.

Um Risiken für Sie zu minimieren, ist es außerdem notwendig, ca. 3 Wochen vor jedem Eingriff eine Operations- und Narkosetauglichkeits-Untersuchung von einem Facharzt für Innere Medizin durchführen zu lassen. Dadurch können eventuelle Risikofaktoren vorab erkannt und gegebenenfalls behandelt werden.

Indikationen
Operationsmöglichkeiten und -Ziele
Gibt es Alternativen?
Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen
Allgemeine Risiken bei allen Operationen
Eingriffsspezifische Risiken
Erfolgsaussichten
Was vor der Operation zu beachten ist
Postoperative Phase
Was nach der Operation zu beachten ist

Indikationen

Der Alterungsprozess des Gesichts ist oft im Lidbereich am frühesten sichtbar, da die Lidhaut besonders dünn, zart und trocken ist und dem Alterungsprozess stärker unterworfen ist als die dickere Haut an anderen Körperstellen. Auch Umwelteinflüsse wie Sonneneinstrahlung, wenig Schlaf, eine ausgeprägte Mimik oder Rauchen wirken sich besonders auf die Lidhaut aus. Die Spannkraft der Lidhaut lässt nach, sodass ein Hautüberschuss an den Ober- und Unterlidern entstehen kann. Weiters können Fettpölsterchen an den Unterlidern sog. Tränensäcke verursachen und die Lidmuskulatur kann nach unten absinken. Die Augenpartie wirkt dann undynamisch und müde. Ein starker Hautüberschuss an den Oberlidern führt meist zu einer Beeinträchtigung des Gesichtsfeldes.

Kleine Fältchen im Bereich der seitlichen Augenregion (sog. Krähenfüße), welche durch die mimische Muskulatur bedingt sind, können durch die Lidkorrektur oft nicht zur Gänze entfernt werden, sie können am besten mit Botox behandelt werden. Auch die Unterspritzung mit einem Faltenfüller ist möglich.


Operationsmöglichkeiten und -Ziele

Ziel einer Lidkorrektur ist es, den Hautüberschuss an den Lidern sowie überschüssige Fettpölsterchen (Tränensäcke) und erschlaffte Muskulatur zu beseitigen. Durch die Lidstraffung entsteht ein frischerer, jüngerer Gesichtsausdruck.

Die Lidstraffung kann stationär, tagesklinisch oder ambulant durchgeführt werden und erfolgt in Lokalanästhesie mit oder ohne Dämmerschlaf oder in Allgemeinnarkose.

Je nach Ausprägung der Lidveränderungen können Ober- und Unterlidkorrekturen wie oben beschrieben miteinander kombiniert werden.

Vor der Operation werden die Hautschnitte auf der Lidhaut angezeichnet.

Der Hautschnitt liegt am Oberlid in natürlichen Hautfalten entlang der Lidumschlagfalte und am Unterlid parallel zu den Lidkanten und kann je nach Hautüberschuss etwas über die seitliche Augenbegrenzung hinausragen.

Folgende Operationsmethoden stehen zur Auswahl:

  • Oberlidstraffung:
    Der überschüssige Hautanteil wird vor der Operation genau ausgemessen und gibt die spätere Schnittführung vor, diese orientiert sich an der natürlichen Lidumschlagfalte. Dann wird das Lokalanästhetikum mit einer sehr dünnen Nadel eingespritzt. Danach werden die überschüssigen Hautweichteile evt. unter Mitnahme eines entsprechenden Muskelstreifens entfernt, bei bestehendem Fettüberschuss wird dieser ebenfalls entfernt.
  • Unterlidstraffung von außen:
    Zunächst wird ein Lokalanästhetikum eingespritzt. Die Schnittführung erfolgt unterhalb des Unterlidrandes direkt unter der Wimpernreihe mit Verlängerung nach außen. Dann wird der darunter liegende Muskel freigelegt und durchtrennt, kleine Blutungen werden gestillt. Das unter dem Muskel liegende Fettgewebe wird entfernt oder verlagert, anschließend wird der Hautüberschuss bestimmt und entfernt.
  • Unterlidstraffung von innen (transkonjunktivale Blepharoplastik):
    Diese Operation kommt hauptsächlich dann zur Anwendung, wenn nur Fettpölsterchen, jedoch kein Hautüberschuss vorhanden sind. Der Schnitt erfolgt hier im Bereich der Schleimhaut an der Innenseite des Unterlides, von diesem Zugang aus kann Fett entfernt werden. Eine Straffung der Haut ist bei dieser Technik jedoch nicht möglich. Der Schnitt wird entweder mit einem ein herkömmliches Skalpell, einen Radiofrequenz-Skalpell oder einem Laserskalpell durchgeführt.
  • Kanthopexie (Verkürzung und/oder Fixierung des Lidbändchens)
    Unter Kanthopexie versteht man eine straffende Operation des Lidwinkels. Sie wird dann durchgeführt, wenn das Unterlid sehr stark erschlafft ist und die Gefahr besteht, dass der Unterlidrand nach der Operation absinkt und vom Augapfel wegsteht (Ektropium). Dabei werden die Muskulatur des Unterlides und/oder das Lidbändchen an der Knochenhaut der seitlichen Augenhöhle befestigt.

Schließlich wird die Wunde mit feinsten Nähten vernäht. Nach der Operation wird entweder für kurze Zeit ein Druckverband angelegt oder es werden Kühlkompressen auf die Augen gelegt, so dass Schwellung und Bluterguss reduziert werden.

Die Auswahl der Operationsmethode ergibt sich aus der anatomischen Situation und den bestehenden Veränderungen an den Lidern.

Lidstraffung


Gibt es Alternativen?

Bei geringer Hauterschlaffung ist eine Behandlung mit einem CO2- oder Erbium-Laser möglich. Die Abheilung der gelaserten Haut dauert in der Regel länger als bei einer Lidkorrektur, im Vergleich zur Lidkorrektur ist der Straffungseffekt geringer. Eine Hebung des Lidbändchens ist damit nicht möglich.


Grundsätzliches zu Risiken und Komplikationen

Grundsätzlich laufen die meisten Operationen ohne Komplikationen ab. Jeder operative Eingriff wird mit größter Sorgfalt des behandelnden Arztes durchgeführt. Trotzdem kann kein Arzt absolute Risikofreiheit garantieren und Komplikationen können bei jedem Eingriff auftreten.


Allgemeine Risiken bei allen Operationen

  • Thrombosen und Embolien
  • Haut- und Weichteilschäden
  • Nachblutungen
  • Lagerungskomplikationen
  • Wundinfektionen/Wundheilungsstörungen
  • Narbenbildung
  • Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen
  • Durchblutungsstörungen

Eingriffsspezifische Risiken

  • Blutungen
  • Spannungsgefühle, Narbenzug
  • Unvollständiger Lidschluss
  • Hautverfärbungen
  • Asymmetrien
  • Schädigung des Sehnervs
  • Gefühlsstörungen (Taubheitsgefühl)
  • Ektropium (Verziehung des Unterlides)
  • Augentrockenheit, Reizzustand des Auges
  • Knötchen oder Zysten auf den Oberlidern
  • Hornhautverletzungen
  • hohläugiges Aussehen
  • Flüssigkeitsverlust

Erfolgsaussichten

Durch eine Lidkorrektur kann das Erscheinungsbild der Augenregion meist deutlich verbessert werden. Nach der Lidkorrektur strahlt Ihre Augenpartie wieder Frische und Spannkraft aus, der Blick wird jugendlicher und dynamischer.

Das Ergebnis hält erfahrungsgemäß mehrere Jahre lang an, der natürliche Alterungsprozess läuft jedoch weiter und kann zur neuerlichen Erschlaffung der Lidregion führen.

Das endgültige Ergebnis kann nach ca. 2 - 3 Monaten beurteilt werden.

Meistens sind Patienten mit dem Ergebnis sehr zufrieden, eine Garantie für ein zufriedenstellendes Operationsergebnis kann jedoch auch bei erfolgreicher Operation nicht gegeben werden.


Was vor der Operation zu beachten ist

Blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar, Sintrom, etc. ) bzw. blutverdünnende Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) müssen ca. 2 Wochen vor Ihrem operativen Eingriff von Ihrem Hausarzt oder Ihrem Internisten abgesetzt und durch Heparinspritzen (niedermolekulare Heparine) ersetzt werden. Diese Heparinspritzen müssen über den Operationstag hinaus verabreicht werden. Ihr Operateur wird Ihnen mitteilen, wann die Medikation für die Blutgerinnung von ihrem Hausarzt oder Internisten auf Marcumar® oder Sintrom® zurückgestellt werden kann.

Zahlreiche „harmlose“ Grippe- und Schmerzmittel führen zu einer Blutverdünnung, da sie Acetylsalicylsäure oder Acetylsalicylat enthalten. Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), müssen mindestens 2 Wochen vor einer Operation abgesetzt werden, da eine einzige Tablette Ihre Blutstillung sehr negativ beeinflussen kann. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur, Hausarzt bzw. Internisten Rücksprache.

Wichtige Medikamente (z.B. Schilddrüsenhormontabletten, blutdrucksenkende Medikamente, Herzmittel, etc.) dürfen mit einem Schluck Wasser auch am Operationstag eingenommen werden. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche Medikamente wie lange vor und nach dem Eingriff abgesetzt, in der Dosis verändert oder durch andere ersetzt werden müssen.

Am Tag vor der Operation dürfen bei Durchführung in Allgemeinnarkose keine schwer verdaulichen (fetthaltigen) Nahrungsmittel gegessen werden. Findet die Operation am Morgen oder vormittags statt, darf nach dem Aufwachen in der Früh weder getrunken noch gegessen werden. Findet die Operation am Nachmittag statt, ist ein leichtes Frühstück erlaubt. Mindesten 6 Stunden vor dem geplanten Operationstermin darf jedoch nichts mehr gegessen oder getrunken werden.

Für den Fall, dass die Operation in lokaler Betäubung durchgeführt wird, können Sie auch vor der Operation leichte Kost zu sich nehmen. Auch klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee können eingenommen werden. Alkoholkonsum ist am Operationstag verboten.
Bitte verwenden Sie am Operationstag keine öligen Dusch- oder Badezusätze, sondern normale Seife oder Duschgel.

Generell sollten Sie sich aus hygienischen Gründen am Operationstag nicht mehr schminken sowie keine Gesichts-, Augen- und Körpercreme auftragen.

Wichtig: Aufgrund der Verbrennungsgefahr bei der Blutstillung müssen jegliche Körper-Piercings sowie Metall-Schmuck für die Zeit der Operation entfernt werden.

Bitte auch keine Wertgegenstände (Schmuck etc.) mitbringen, da hierfür keine Haftung übernommen wird.


Postoperative Phase

Meist wird kurzfristig ein Kompressionsverband angelegt, manche Ärzte belassen den Verband für mehrere Stunden.

Um die Schwellung rascher abklingen zu lassen sollten Sie in den ersten Tagen nach der Operation in leichter Oberkörperhochlage schlafen.

Grundsätzlich wird eine frühe Mobilisation angestrebt. Bei Durchführung in Vollnarkose oder im Dämmerschlaf sollte am Tag der Operation das Verlassen des Bettes und ein Toilettengang nur mit Hilfe durchgeführt werden.

Abhängig von der Ausgangssituation, von Vorerkrankungen sowie vom Umfang der Operation kann das Thromboserisiko erhöht sein. Dadurch ist es notwendig, für 5-10 Tage eine Thromboseprophylaxe durchzuführen. Je nach Dosierung kann das Blutungsrisiko dadurch erhöht sein, bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Art und Dauer der Thromboseprophylaxe.

Das Nahtmaterial wird je nach Nahttechnik zwischen dem 4. und dem 6. Tag nach der Operation entfernt.

Um die Wundheilung zu gewährleisten beachten Sie bitte, dass der Verband ein Schutz für Ihre Wunde ist, und dieser nicht durch Reibung, Verschiebung oder dergleichen verändert werden darf. Eventuell wurde die Wunde zusätzlich durch Nahtpflaster (Steristrips) verklebt, um Spannung auf den Wundrändern zu vermeiden.

In jedem Fall können nach dem Eingriff vorübergehend Blutergüsse, Schwellungen oder ein Spannungsgefühl auftreten. Diese Veränderungen sollten Sie nicht beunruhigen, sie klingen innerhalb von wenigen Tagen ab, können in manchen Fällen aber über mehrere Wochen andauern.

Kühlpackungen oder kalte Umschläge sowie Lymphdrainagen nach Rücksprache mit Ihrem Arzt beschleunigen den Rückgang der Schwellung.

Nach Eingriffen ist es normal, dass für eine gewisse Zeit eine Gefühlsminderung eingriffsspezifisch vorhanden ist, diese normalisiert sich meist nach einigen Monaten, selten können Restgefühlsstörungen zurückbleiben. Ihr Arzt wird Ihnen spezifische Informationen darüber erteilen.


Was nach der Operation zu beachten ist

Medikamente dürfen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden. Falls Sie unabhängig von Ihrer Operation Medikamente einnehmen müssen, ist es erforderlich, diese Einnahme mit Ihrem Arzt zu besprechen und ggf. die Dosierung zu ändern.

Nehmen Sie auch nach der Operation für 2 Wochen keine blutgerinnungshemmenden Medikamente (z.B. Marcumar®, Sintrom®, etc.) bzw. blutverdünnenden Medikamente (z.B. ThromboAss®, Plavix®, etc.) und keine Grippe- und Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®, Aspro®, Ascorbisal®, Duan®, Thomapyrin®, etc.), ein. Im Zweifelsfall halten Sie darüber mit Ihrem Operateur Rücksprache.

Schminken ist bereits 1 Tag nach der Nahtentfernung wieder möglich und nach ca. 2 Wochen sind Sie wieder gesellschaftsfähig.

Vermeiden Sie in den ersten 4-8 Wochen jede Art von Hitze wie heiße Bäder, Sauna, Infrarotkabine, Solarium, Sonnenbäder etc.

Eine UV-Bestrahlung der Haut (Sonne, Solarium) ist erst nach verschwinden sämtlicher Blutergüsse erlaubt. Narben dürfen erst der UV-Strahlung ausgesetzt werden, wenn die Narben nicht mehr gerötet sind, da es sonst zu einer Pigmentierung der Narben kommt. Narben können durch Sonnenbrille, Camouflage oder Sonnencremen mit hohem Lichtschutzfaktor (Sun Blocker) vor Sonne geschützt werden.

Manchmal kann auch eine Überempfindlichkeit gegenüber grellem Licht und Zugluft vorhanden sein, das Tragen einer dunklen Sonnenbrille ist für Sie in den ersten Tagen daher angenehm.

Leichte körperliche Betätigung kann bereits nach 2 Wochen erfolgen, anstrengende körperliche Betätigungen und Sport sind für 4-6 Wochen zu vermeiden.

Schwarzl Klinik

A-8301 Laßnitzhöhe, Hauptstraße 140
Tel.: +43/3133/6100, Fax: DW 6
office@schwarzlklinik.at

Sommer
Mo. - Do. 09.00 bis 16.00 Uhr
Fr. 09.00 bis 14.00 Uhr

Winter
Mo. - Do. 08.00 bis 16.30 Uhr
Fr. 08.00 bis 14.00 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung

Beratungsoffice Wien

A-1010 Wien, Elisabethstraße 22,
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Tel.: +43/1/5854030

Termine nach telefonischer Vereinbarung.

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